Visual Sociology bei Compass
Visual Sociology ist eine, v.a. im angelsächsischen Raum, etablierte Methode der qualitativen Sozialforschung, bei der Fotografie und Video als Instrumente der Datenerhebung- und analyse eingesetzt werden.
Die Soziologinnen von Compass wurden eingeladen, einen Vortrag bei der Konferenz der International Visual Sociology Association "Visualizing Community, State and Nation: Images of Power & Social Bond" am 13-18. Juli 2002 in Santorini (Greece) zu halten:
Titel des Vortrages:
How representations of hair-style establish conformity and thus perhaps: community (A photographic study in Austria and Switzerland).
Vortragende:
Mag. Nadia Gentile und Dr. Marianne Egger de Campo (Compass) in Zusammenarbeit mit Dr. Dieter Reicher (Soziologie Institut der Karl Franzens Universität Graz). Mehr Infos über die IVSA und die Konferenz in Santorini unter www.panteion.gr/~ivsa2002/
Projekt: Gefühlsarbeit in der Pflege
Dieses von der Steiermärkischen Landesregierung gefördertes Projekt untersucht das Phänomen der Gefühlsarbeit in konkreten Pflegesituationen der Hauskrankenpflege. (Projektdauer: Dezember 2000 - Dezember 2001)
Inhalt und Ziele
Unter Gefühlsarbeit wird die Manipulation von (eigenen und fremden) Gefühlen verstanden, was unbestritten ein wichtiger Teil der Pflegearbeit ist. Dennoch werden Pflegende kaum im Umgang mit Gefühlen geschult, sodass sie meist spontan Strategien im Alltag entwickeln.
Pauschales Abtun von Gefühlseinsatz in der Pflege als "Helfersyndrom" hilft dabei nicht weiter. Eine genaue Analyse der Situationen, in denen Gefühlsarbeit geleistet wird, zeigt, dass spontane Empathie nicht als Belastung empfunden wird und auch eine Kraftquelle ist. Potentiell belastende Situationen können wiederum durch Reflexion und Wissen darüber leichter bewältigt werden. Das Projekt untersucht Situationen, in denen in der Pflegepraxis Gefühlsarbeit geleistet wird und analysiert Strategien, die zur Bewältigung dieser Aufgabe eingesetzt werden. Die sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse werden in weiterer Folge an die GefühlsarbeiterInnen rückgemeldet. Neben individuellen Gesprächen und Feedback wurden auch Seminare, Workshops und Vorträge für Pflegefachkräfte, Angehörige und Interessierte abgehalten.
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